Die versunkene Stadt Sipar ist eine faszinierende archäologische Stätte an der Westküste Istriens, die 4 km nördlich von Umag liegt. Sie ist eine der malerischsten und historisch bedeutsamsten Orte der Region.
Archäologische Nachweise zeigen, dass das Gebiet um Sipar bereits in der frühen Eisenzeit besiedelt war. Im Laufe der Zeit entwickelte es sich unter römischer Herrschaft zu einer gut organisierten Stadt mit dem Titel civitas. Historischen Quellen zufolge wurde Sipar im Jahr 876 nach heftigen Kämpfen zwischen Herzog Domagoj und den Venezianern zerstört, was zur langsamen Entwicklung der benachbarten Stadt Umag führte.
Die Überreste von Sipar sind bei niedrigem Wasserstand sichtbar. Neuere archäologische Untersuchungen, sowohl unter Wasser als auch an Land, haben die Überreste von 17 Wohnräumen mit langen Gängen zutage gefördert. Diese Strukturen dokumentieren die Entwicklung der Siedlung über mehrere Jahrhunderte und enthalten zahlreiche wertvolle Artefakte.
Zu den entdeckten Gegenständen gehören:
Zusätzlich wurde ein fünfseitiger Turm aus dem 5. Jahrhundert sowie 200 Meter lange Schutzmauern ans Licht gebracht, die die Stadt vor Landangriffen schützten. Die Stätte umfasst auch ein großes Wirtschaftslager, einen Ofen zur Metallverarbeitung und einen Stein zum Pressen von Oliven aus dem III./IV. Jahrhundert.
Die versunkene Stadt Sipar ist nicht nur ein Ort von erheblichem historischem Interesse, sondern auch ein spannendes Ziel für Touristen und Geschichtsinteressierte. Besucher können die einzigartige Geschichte, die zu den Überbleibseln der Stadt führt, hautnah erleben und tauchen in die Vergangenheit ein, während sie die beeindruckenden Überreste und Artefakte erkunden.
Die versunkene Stadt Sipar bietet eine unvergleichliche Möglichkeit, die reiche Geschichte Istriens zu entdecken und sich in die römische Vergangenheit entführen zu lassen, während man die atemberaubende Küstenlandschaft genießt.